Schau- und Schachthöhlen in caras Severin

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Pestera de dupa Carsa
Foto AS Exploratorii - B�descu Bogdan

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Pestera Buhui
Foto AS Exploratorii - B�descu Bogdan

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Harta Pesteri turistice din Caras-Severin

Höhlenforscherverein „Exploratorii”
Suru Mihai
Morac Iosif

Der Kreis Caras Severin mit einer vorwiegenden Karstlandschaft beherbergt eine große Fülle an Karstphänomen. Die meisten Höhlen befinden sich in der Nähe von ausgeschilderten touristischen Routen oder nahe an Straßen, Landwegen und Ortschaften.
So sind viele von diesen Höhlen zu höchst interessanten Reisezielen geworden, obwohl nur zwei davon als Schauhöhlen ausgebaut sind (Peştera Comarnic şi Peştera Hoţilor) und es mangelt an hochwertigen touristischen Einrichtungen.
Eine Höhlenführung gibt es nur für eine von diesen zwei Höhlen, die Comarnic-Höhle.
Mit einigen wenigen Ausnahmen befinden sich die Höhlen, die besucht werden können, an Berghängen oder in bezaubernd schönen Bergschluchten. Diese Naturgebiete werden von ausgeschilderten Wegen oder touristischen Routen durchzogen.
Man sollte die Höhlen nicht als einzelne Reiseziele betrachten, sondern als wertvolle Ergänzung zur bestehenden schönen Karstlandschaft.
Wegen dem Mangel an touristischen Einrichtungen, sollten die Höhlenbesucher folgende Vorschriften beachten:
- nie allein die Höhle betreten,
- jeder Höhlenbesucher muss eine eingene Taschenlampe/Laterne dabeihaben,
- beim Besuch von großen Höhlen muss man über eine Höhlenkarte verfügen,
- beim Besuch von großen oder schwer zugänglichen Höhlen muss man den am Höhleneingang wartenden Personen Bescheid geben über die Dauer des Höhlenbesuchs (also Voranmeldepflicht),
- beim Besuch von Wasserhöhlen muss man den Wetterbericht beachten.
Der Besuch einer Höhle bringt auch gewisse Risiken mit sich, aber wenn man der Gefahren bewusst ist und wenn man die richtigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat, wird der Besuch von einer Höhle zu einem unvergesslichen Erlebnis, in einer völlig anderen Welt.

Die Gaura Turcului - Höhle

Ist 5,5 km von Resita entfernt. Sie liegt auf der mit Blauband markierten Touristenroute; an einem der Hänge im Sodolu Mare – Tal liegt der Eingang in die Höhle, nicht weit von dem Zusammenfluss mit dem Valea Baciului – Tal. Die Höhle wurde auf einer Länge von ungefähr 438m von L. Botoşăneanu, A. Negrea şi Şt. Negrea vermessen und kartiert. Die Mitglieder des Speläologievereins „Exploratorii (Die Höhlenforscher)” haben die Höhle dann auch erkundet und neu vermessen und kartiert. So beträgt die Höhle eine Länge von 1870,0 m und weist einen Höhenunterschied von 76,8.m.
Der Teil der Höhle der ohne Spezial – Ausrüstung und ohne einschlägige Ortskenntnisse begangen werden kann ist arm an Formationen; das einzig Interessante sind die Überreste von einer mittelalterlichen Wehrmauer am Höhleneingang.

Die Schachthöhle Poiana Gropii

Liegt rund 6km vom Ort Cuptoare entfernt, in der Nähe des mit blauem Band markierten Wanderweges.
Dieser Wanderweg hat seinen Ausgang unmittelbar hinter dem Poiana Bichii – Forsthaus. Die Schachthöhle hat einen Höhenunterschied von 236m und eine Länge von 1029m. Erkundet und kartiert wurde die Schachthöhle von den Mitgliedern des Speläologievereins „Exploratorii (Die Höhlenforscher)”. Im Banat ist das die tiefste Schachthöhle. Für kurze Zeit war die Höhle der Spitzenreiter im ganzen Land, was die Tiefe (Höhenunterschied) anbelangt. Diese Schachthöhle besteht aus einer Reihe von Schächten und steilen Galerien, die in zwei nebeneinanderliegenden Verzweigungen verlaufen. Sie hat einige Tropfsteinbildungen und am anderen Ende der Höhle errscheint ein kleiner Bach, dessen Wasser in einer niedrigen Galerie verschwindet.
Nur erfahrene Höhlenforscher können diese einzigartige Höhle begehen; aber eine Wanderung bis zum beeindruckenden Höhleneingang lohnt sich. Vorsicht : der Eingangsschacht ist 90m tief!

Die Comarnic Höhle

Liegt etwa 7km vom Dorf Iabalcea entfernt. Die Höhle kann man erreichen auch über die Wanderwege, die mit blauem Band, blauem Dreieck und rotem Kreuz ausgeschildert sind.
Die Höhle hat eine Länge von 6203m und gehört zu den schönsten und größten Höhlen des Banater Berglandes. Die letzten 2000m der Gesamtlänge wurden infolge der von den Mitgliedern des Speläologievereins „Exploratorii (Die Höhlenforscher)” im Laufe der Jahre durchgeführten Erkundungen hinzugefügt. Die Höhleneinrichtungen und die Schließvorrichtungen bei den zwei Eingangsorten werden instandgesetzt und erneuert von demselben Verein für Höhlenkunde. Die Höhlenführung wird ebenfalls von diesem Verein angeboten. Für Touristen zugänglich ist nur das obere Stockwerk der Höhle.
Dieser fossile Teil der Höhle besteht aus einer Reihe von Gängen und geräumigen Kammern, die reich an Tropfsteingebilden sind. Der Höhlenführer stellt einige Karbidlampen für die Beobachtung zur Verfügung. Einde eigene Lichtquelle ist aber unerlässlich.

Die Carsa – Höhle

Liegt am linken Hang der Caras – Klamm, ungefähr 300m von der Brücke entfernt, über die die Landstraße führt. Man kann die Höhle erreichen, indem man den Hang hinaufsteigt bis zu einer Einsturzdoline, wo sich auch der Eingang zur Höhle befindet. Diese Doline liegt vor der Valeaga – Höhle.
Ein zweiter Zugangsweg zu der Carsa – Höhle verläuft direkt durch die Valeaga – Höhle, man muss nur einen kleinen Schacht hinaufklettern, ganz am Ende dieser Höhle (diese Variante ist kürzer aber schwieriger). Die Höhle hat eine Länge von ungefähr 1300m, von denen die ersten 800m von den Höhlenforschern vom Späleologieverein „Exploratorii” erkundet und kartiert wurden. Die restlichen 500m von der Gesamtlänge wurden vor kurzem erkundet.
Über die fossile Zugangsgalerie kommt man bis zu einem Siphon (die meiste Zeit ohne Wasser), wo die Galerie sich verzweigt : die eine Verzweigung geht weiter aufwärts in Form von einer engen und verhältnismäßig hohen Galerie und befolgt dabei den Lauf eines Baches, der nur in den Regenzeiten Wasser führt; die andere Verzweigung hat ihren Ausgangspunkt auf dem Grund des Siphons; dabei hat sie die Form von einer niedrigen Galerie, mit engen Durchgangsstellen und kleinen verstürzten Schächten. Die letze Verzweigung wird den Höhlenbesuchern nicht empfohlen; bei starken Regenfällen ist dessen Begehung mit großen Risiken verbunden. Nur erfahrene Höhlenforscher mit Spezial- Ausrüstung dürfen disen Teil der Höhle begehen.

Die Liliecilor – Höhle

Der weite Höhleneingang von der Liliecilor – Höhle ist schon zu einem Wahrzeichen für die Caras – Klamm geworden. Die Form des Eingangs ähnelt dem afrikanischen Kontinents und stellt selbst eine touristische Attraktion dar. Die Höhle hat auch andere Überraschungen zu bieten. Das Haupthindernis beim Begehen der Höhle ist am Eingang : da gibt es einen 6-10m hohen Steilhang zu erklettern. Man darf dieses Unternehmen nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn das was beim Aufsteigen kinderleicht scheint, erweist sich beim Abstieg als große Schwierigkeit. Zu empfehlen ist ein Sicherheitsseil.
Die Galerie hat große Dimensionen im ersten Teil der Höhle. Auf dem Boden sind Guano – Ablagerungen. Wegen den häufig vorkommenden Tropfsteingebilder gibt es auch einige Engstellen. Je weiter man in die Galerie dringt, desto enger wird diese, so dass sie allmählich zu einem engen Durchschlupf wird, der zwischen dem Galeriegewölbe und dem sandigen Boden verläuft. Jenseits von diesem Punkt ist kein Weitergehen zu empfehlen.

Die Wasserhöhle (Pestera cu apa)

In der Garliste – Klamm, die mit gelbem Band ausgeschildert ist, kann man die Wasserhöhle (Pestera cu apa) besuchen. Die Höhle befindet sich auf der rechten Seite der Klamm, ungefähr 4,5km vom Dorf Garliste entfernt (2,5km von Poiana Peris entfernt; 2km über den ausgeschilderten Wanderweg am rechten Ufer der Garlistei – Klamm.
Der weite ovale Höhleneingang ist nicht immer vom Wanderweg aus gut sichtbar wegen der Vegetation; aber der Weg zur Höhle wird von einem kleinen Bach markiert, der aus dem Höhleneingang entspringt und den Wanderweg durchfließt.
Allein 250m von insgesamt 397m können begangen werden, ( Sandschutt versperrt das Weiterkommen. Hinter diesem Hindernis gibt es einen anderen Teil der Höhle (C.S. Cristal Timişoara -1979). Im begehbaren Teil der Höhle wechseln sich die schönen Tropfsteingebilden (Sinterbecken, Fließfacetten, Stalaktiten und Stalagmiten) in geräumigen Hallen mit Stellen ab, wo an den glatten Wänden die Folgen des Wassersdurchflusses sichtbar sind. (Wand – und Bodenrinnen). Mancheorts gibt es große Guano – Ablagerungen. Der Bach begleitet uns die ganze Zeit durch. Die Höhle wird vom Bachlauf durchgezogen, und wir bewegen uns im Flussbett weiter.

Die Buhui – Höhle

Die Buhui – Höhle hat eine Länge von 6500m (C.S. Speotimiş şi C.S. Cristal Timişoara) und ist zugleich die längste Höhle im Banater Bergland. Sie liegt 3km von Anina entfernt an einem Forstweg, der am Oraselu Nou (Neue Stadt) vorbeizieht. Zu erreichen ist die Höhle auch vom Friedhof aus in Richtung Buhui – See (rund 4km). Auch der blaubeschilderte Wanderweg führt zu dieser Höhle. Die Höhle hat drei Eingänge : der Certej – Eingang, der Dolineneingang und die Buhui Grotte. Alle drei Höhleneingänge sind recht groß dimensioniert.
Die Hauptgalerie folgt dem unterirdischen Bachlauf (Buhui – Bach). Dieser Bachlauf weist Tosbecken und Wasserfälle auf. (diese Höhle wird zugleich zur Wasserversorgung der Stadt Anina benutzt. Auf den letzten 400m der Galerie ist das Wasserniveau hoch, so dass man nur im Boot oder schwimmend weiter kann (im Neoprenanzug).
Außer der Hauptgalerie gibt es auch andere fossile Galerien und kleine Säle (Bärensaal, Säulensaal, Domsaal) und prächtige Tropfsteingebilde, die manchmal bemerkenswerte Dimensionen haben. Diese Tropsteinbildungen befinden sich sowohl an dem unterirdischen Bachlauf als auch in den fossilen Sälen. Wenn man abwechselnd die drei Höhleneingänge benutzt, kann man große Teile von dieser Höhle begehen. Die Begehung der ganzen Höhle muss sorgfältig vorbereitet werden, weil die Höhle schwer zugänglich ist. Die Besucher der Höhle weden sowohl mit Orientierungsproblemen als auch mit Schwierigkeiten der Höhlenbegehung konfrontiert. (Wasserfälle, unterirdische Seen, Kletterstellen). Um einen reibungslosen Besuch der Höhle zu gewährleisten, sollen Sie sich mit einem Speläologieverein in Verbindung setzen.

Die Ponor Uscata – Höhle

In der Nähe der Landstraße zwischen Anina und Oravita befindet sich auf der linke Seite die Ponor Uscata – Höhle (Länge : 265m, nach V.Sencu). Der Eingang befindet sich in einer rechts vom Pfad gelegenen Doline; von der Stelle aus, von wo man hinabsteigen muss, sieht man auf der anderen Seite des Pfades einen anderen Eingang und zwar in Form von einem Schacht. Wenn man hineingegangen ist, kann man links eine kurze Galerie und rechts eine Hauptgalerie besuchen. Der Eingangsteil der Höhle verläuft abwärts auf einem Geröllhang. Der erste Saal, den wir erreichen, wird durch ein Fenster mit natürlichem Licht erhellt (einen Schacht, den wir zur Orientierung beim Abstieg in die Doline verwendet haben).
Am Hang absteigend kommt man zu einem Schluckloch; wenn man weiter geht unter der Schachtöffnung nach rechts, erreicht man eine fossile Galerie, die früher schöne Tropfsteingebilde gehabt haben soll. Von der schönsten Pracht ist nicht viel übriggeblieben, wegen den Instandsetzungsarbeiten an der nahegelegenen Landstraße und natürlich wegen den nicht gerade umweltbewussten Höhlenbesuchern. Die schöne Tropfsteinbildungen, die vor nicht so langer Zeit die Höhle schmückten, kann man sich nur vorstellen.

Die Miloi – Höhle ( II )

Die Miloi – Höhle ( II ) befindet sich in einem klammartigen Abschnitt des Ministales, am rechten Talufer; flussabwärts von Valea Minisului – See und flussaufwärts vom linken Nebenfluss( Gura – Izvorului). Um die Miloi – Höhle (II) zu erreichen, muss man den Minis – Fluss überqueren. Der Haupteingang zur Höhle ist 5m hoch. Es gibt weitere vier kleinere Höhlen- eingänge, von denen nicht alle zugänglich sind. Die Länge der Höhle beträgt 132m (St. Negrea, 1962) und sie weist schöne, gut erhaltene Tropfsteingebilde auf. Es war wahrscheinlich das Wasser vom Minis – Fluss, das sie vor gewissen Höhlenbesuchern geschützt hat. Die Höhle kann man auch über die Landstraße zwischen Anina und Bozovici erreichen.

Gaura Porcariului Schachthöhle

Gaura Porcariului Schachthöhle liegt in der Neraklamm an der rechten Klammwand: 2km flussaufwärts vom Forsthaus Damian entfernt. Der Höhleneingang befindet sich in einer Höhe von cca. 50m und ist schwer auszumachen wegen der Vegetation (St. Negrea, 1961) und die Höhle ist manchenorts zerstört, weil die Einheimischen hier lange Zeit ihre Tiere untergebracht haben. Die Bezeichnungen für die ersten zwei Säle zeugen davon : der eine Saal heißt Pferdesaal und der andere Schafsaal. Am anderen Ende der Höhle findet man schöne Tropfsteinegebilder. Der Höhlenbesuch ist einfach un unproblematisch; die einzige Schwierigkeit besteht darin, den Höhleneingang ausfindig zu machen.

Die Gaura cu Musca – Höhle

In der Gegend um die Donauenge kann man die Gaura cu Musca – Höhle besuchen. Sie liegt genau an der Landstraße, die den Donauengpass durchzieht, flussaufwärts vom Dorf Coronini (Pescari). Der Eingang befindet sich an einem Hang an der Straße auf gleicher Höhe mit einer angezapften Wasserquelle. Die Höhle hat eine Länge von 254m (St. Negrea, 1962). Rechts vom Eingang kann man einige Dutzend Meter in eine fossile Galerie hineingehen; um aber weiterkommen zu können, muss man dem Wasserlauf folgen. Um eine tiefe Wasserstelle zu umgehen, muss man einen glitschigen 2 Meter hohen Felsvorsprung erklettern, der sich im Fledermaussaal befindet. Dann muss man eine ziemlich niedrige Galerie begehen, bis man wieder zum Wasserlauf kommt. Bis zum Ende der Höhle kann man diesem Wasserlauf folgen. Man geht am Eingang zur Lehmgalerie vorbei und schnell ist man am Siphon am Ende der Höhle angelangt. Hier gibt es schöne Tropfsteingebilde und zahllose Fledermauskolonien. In der Nähe des Höhleneingangs befinden sich die Ruinen einer Festung, die von 1800 datiert ist.

Die Räuberhöhle

Die Räuberhöhle von Herkulesbad befindet sich in der Nähe des Hotels „Roman”. Die Eingänge sind schon von der Straße aus sichtbar. Einige Betonstufen führen bis zum Höhleneingang. Die Höhle war seit dem Mittelpaläolithikum bewohnt und hat deshalb einen hohen archäologischen Wert. Da sie oft besucht wird, ist die Höhle ziemlich verwahrlost. Die Wände sind bekritzelt und voller Unterschriften. Viele davon sind sehr alt, andere wurden mit großer Sorgfalt gemacht. Diese eigenartige Sammlung von Unterschriften hat erstaunlicherweise dazu geführt, dass der touristische Wert der Höhle gestiegen ist, Da ist ein Stück Geschichte erhalten. Die Höhle hat eine Länge von 143m (St. Negrea, 1962) und die älteste Unterschrift ist von 1820 datiert.

 
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