Enduromania

FRM - Rumänischer Motorrad-Verband
Union Européenne de Motocyclisme
EnduRoMania – Internationales Treffen für EnduroSport und Tourismus
Veranstalter: EnduRoMania Stiftung


EnduRoMania 2004 - Die Enduro-Reisen – Mittel zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Integration in die EU


2004 feierte EnduRoMania ihr neuntes Jubiläum. Seit 1995 fanden 53 EnduRoMania - Treffen statt. Das ursprüngliche Konzept bestand darin, das mangelnde Straßennetz in einen Anziehungspunkt umzuwandeln. Der Erfolg der ersten Veranstaltungen zeigte, dass das Konzept gut war. Die Initiative konnte verwirklicht werden dank der Hilfe, die vom deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW)geleistet wurde. Seit 1990 entfaltet dieses Bundesland in Rumänien verschiedene wirtschaftliche Tätigkeiten und leistet dabei auch humanitäre Hilfe. In dieser Zeit wurden die Enduro – Reisen und Wanderungen zu einem Projekt zur Förderung und Entwicklung des Tourismus im Südwesten von Rumänien.

Durch die EnduRoMania entstand ein „Herbergen - Netzwerk” in ländlichen Gegenden, sa dass verschiedene Kategorien von Touristen –nicht nur die Endurotouristen - die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Rumänen in Anspruch nehmen und die reichhaltige rumänische Gastronomie genießen können. Auf diese Art und Weise wird bewiesen, dass der Tourismus in ländlichen Gegenden zu einem gewinnbringenden Geschäft werden kann.

Das Konzept ist ganz einfach: bei einer Sporttourismus - Veranstaltung ist das Erreichen von vorgegebenen Reisezielen wichtig. Ausgehend von einem der zwei Treffpunkte kann man über 70 Checkpoints erreichen, die auf einem Gebiet von 40.000 km2 verstreut liegen. Die langen Strecken und der Schwierigkeitsgrad beim Erreichen von diesen Checkpoints sind unterschiedlich und sie können von den Teilnehmern frei ausgewählt werden, je nach der jeweiligen physischen Verfassung, nach der Erfahrung oder nach der zur Verfügung stehenden technischen Ausrüstung. Die Region bietet ein große Vielfalt an Wegen, angefangen mit der üblichen Landstraße bis zu Schotterpisten und steilen Bergwegen. Ein Beispiel wäre der Zugangsweg zur Wetterstation auf der Tarcu – Bergspitze (2190 m). Die Veranstalter machen nur einige wenige Empfehlungen hinsichtlich der Routen und der Kontrollpunkte. „Die Regeln des Spiels“ sind einfach: es gibt keine obligatorischen Checkpoints, keine vorgeschriebenen Zeitmessungen und keine detailierten Beschreibungen der Routen (road-book). Bei der Riesenfläche kommt es nur selten vor, dass sich zwei Gruppen irgendwo im Gelände mal treffen.

Aus diesem Grund gibt es dennoch zwei Grundregeln: erstens müssen die Teilnehmer mindestens in Dreiergruppen fahren, so dass sie bei Unfällen oder technischen Defekten einander helfen können; zweitens dürfen nur die in Karten verzeichneten Wege benutzt werden. Ein Team darf aus höchstens 10 Motorradfahrern bestehen und die Gruppenbildung ist variabel während der Orientierungsfahrt. Es gibt außerdem kein gut ausgebautes modernes Straßennetz; so kann man Flächen mit bis zu 4000 qkm ohne einen einzigen Quadratzentimeter Asphaltstraße finden. Erstaunlicherweise kann man in vielen dieser gottvergessenen Gebiete per Handy weltweit telefonieren.
Zur besseren Orientierung bekommen die Teilnehmer hochwertige kartographische Unterlagen: Dabei wird empfohlen das GPS- Navigationssystem einzusetzen.

2004 waren bei den 8 EnduRoMania - Treffen (und nicht nur) über 1000 Sportler mit dabei. 100 davon (12,5%) waren Frauen. Einige Teilnehmerinnen haben sogar ganz gute Ergebnisse erzielt: Doris Weberruss z.B. (Team Ulmer Spatzen) gehörte zu den Gewinnern der 4. Etappe.

Die Teilnehmer kamen aus 14 Ländern: Deutschland(63,93%), Österreich(10,77%), Großbritannien(3,10%), Tschechien(2,66%), der Schweiz(2,15%), Polen(1,88%), Holland(1,21%), Dännemark(1,35%), Schweden, USA, Griechenland, Italien, Frankreich und Rümanien.

EnduRomania steht allen Geländenwagentypen offen, mit denen die Teilnehmer die von ihnen vorgewälten Routen zürücklegen können.Die meisten verwenden Enduromotorräder, die leicht und leistungsstark sind; dabei waren auch 12 Quad-Fahrzeuge, Motorradgespanne (wie zum Beispiel die modifizierte BMW, die von Peter Römer aus Karlsruhe gefahren wurde), und selbstverständlich Reiseenduros (wie zum Beispiel BMW, Honda Africa Twin oder Honda TransAlp) und andere „exotische“ Fahrzeuge.

Wie jedes Jahr waren dabei auch Mountainbikefahrer. Von insgesamt 37 kamen die meisten von den Mountainbike Clubs aus Reschitza, Temeswar, Lugoj und Caransebes. Aus dem Ausland sind einige Mountainbikefahrer aus Deutschland, Holland und Tschechien gekommen, die zusammen mit den einheimischen Teams gefahren sind.

Die Statistik von den bei EnduRomania 2004 eingesetzten Motorrad-typen sieht so aus: KTM(34,28%), Yamaha(16,10%), Honda(13,41%), Suzuki(18,18%), Husquarna(2,68%), BMW(6,11%), Kawasaki(1,49%), Husaberg(2,1%), Jawa)1,5%), Aprilia(0,45%), GasGas(2,53%), MZ(0,6%), Ural(0,2%)...Der Prozentsatz der Mountainbikefahrer beträgt 5%.

Die Wertungstabelle wurde durch Addition der Bonus-Punkte erstellt, die von den Mannschaften beim Erreichen der Checkpoints erzielt wurden (diese Checkpoints sind in 4 Kategorien unterteilt, abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Strecke und von der Entfernung zum Treffpunkt); zusätzlich addiert werden auch die „Discovery“ Bonus-Punkte (das Befahren und Dokumentieren von neuen Endurostrecken), die Eco-Bonuspunkte (für die Meldung von Umweltschäden) und die Fairnesspunkte (Hilfe für andere Mannschaften und für notleidende Personen).

Wie üblich waren bei der EnduRomania 2004 alle die Sieger und außer den schon etablierten Preisen (1,2 und 3) wurden auch andere Auszeichnungen verliehen wie: Enduro for Fun, Most Relaxed Team, Navigation-Specialists, Best Newcomers, Fairplay, GPS-Virtuosos.

Jürgen Koch vom 10-03 Team, ein begeisteter EnduRomania-Teilnehmer, schreibt zum Schluss seiner Internetaufzeichunungen:“ Ich habe ein Land kennengelernt, welches zwar sehr arm ist, sich aber durch seine Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft auszeichnet. Ganz nebenbei bietet dieses Enduroparadies nahezu grandiose Möglichkeiten dem Endurosport und insbesondere dem Endurowandern zu frönen! Überall Schotter, herrliche Bergpäße und Kammstraßen. Sergio (der Organisator der EnduRoMania) gelingt es hervorragend, im Einklang mit den Behörden, der Natur und den Teilnehmern, eine Veranstaltung anzubieten, die keinen Vergleich kennt und einzigartig ist in Europa!“

2005 wird EnduRomania wieder an den Treffpunkten im Südwesten des Landes organisiert, das heißt im Kreis Caras-Severin. Die Planetappen sind der folgenen tabelle zu entnehmen.

Treffen Zeitspanne SC* Treffpunkt
1 01.05 - 07.05 18 Borlova
2 22.05 - 28.05 21 Brebu Nou (Weidenthal)
3 12.06 - 18.06 24 Brebu Nou (Weidenthal)
4 03.07 - 09.07 27 Brebu Nou (Weidenthal)
5 24.07 - 30.07 30 Virciorova
6 14.08 - 20.08 33 Slatina Timis
7 04.09 - 10.09 36 Brebu Nou (Weidenthal)
8 25.09 - 01.10 39 Borlova


Für die 2005 Saison wurde auch ein so gennantes EnduroRomania-Long-Distance Programm vorgesehen.Aus dem Banat bis ans Schwarze Meer und zurück, wobei der Südteil von Rümanien zwischen der Donau und Siebenbürgen befahren wird. Die Checkpoints die abzufahren sind, liegen entlang der Donau und in der Nähe der Südkarpaten; und der östlichste Checkpoint liegt in Jurilovca-Gura Portitei am Schwarzen Meer. Long-Distance EnduRomania beginnt zwei Tage vor den oben angegebenen Terminen. Für weitere Einzelheiten besuchen sie bitte die webseite: www.enduromania.net
 
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